BLACKJACK GESCHICHTE
Bitten Sie irgendjemanden, ein Casinospiel zu nennen, und fast jeder wird wahrscheinlich als erstes Blackjack sagen - in der Tat können auch Neulinge dieses einfache Spiel leicht lernen. Das liegt an der Blackjack Geschichte die so viele Spieler begeistert. Blackjack wird von guten Casino Spielern gespielt, da der Vorteil des Hauses fast auf Null reduziert werden kann, wenn der Casino Spieler die richtigen Entscheidungen trifft. Beim Blackjack Kartenzählen (die Spieler berechnen die Wahrscheinlichkeit, ob noch gute Karten im Deck vorhanden sind, indem sie die bereits gezogenen Karten im Gedächtnis behalten), ist es möglich, das Spiel zu schlagen, obwohl die Chancen langfristig gesehen sehr gering sind.
Man ist sich ziemlich einig, dass Blackjack aus Frankreich aus dem siebzehnten/achtzehnten Jahrhunderts stammt, wo das Spiel 'Vingt-et-un' sehr beliebt war. Vingt-et-un, Französisch für 21, war ein Kartenspiel mit auffallenden Ähnlichkeiten mit dem heutigen Blackjack, obwohl die 3:2 Auszahlung, die gemeinhin mit einem "Blackjack" assoziiert wurde, bei diesem Französisch Vorläufer gar nicht existiert haben soll. Aber es galt als guter Spielzug, wenn man den Pik Buben und das Pikass gezogen hatte, und der Name 'Blackjack' stammt von dieser ersten Karte (der Pik Bube - Englisch: Jack of Spades).
Obwohl das Spiel oft Blackjack genannt wird, haben Spiele, die Blackjack sehr ähnlich sind, in verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedliche Namen. In Russland zum Beispiel gibt es eine beliebte Variante des Spiels namens "Ochko", übersetzt "das Loch". Ebenso werden oft Namen wie 21, Pontoon und Spanisch 21 benutzt, um das Spiel Blackjack oder verwandte Spiele zu beschreiben.
Kurz nach der Revolution fand das französische Vingt-et-un-Spiel seinen Weg nach Amerika, und es dauerte nicht lange, bis Blackjack in den Casinos und Spielbanken dort gespielt wurde. Allerdings war dies eine Zeit, in der es keine Glücksspiel-Gesetzgebung gab, und da die Regierung Angst vor einem Boom in der organisierten Kriminalität und Korruption hatte, wurden Glücksspiele einschließlich Blackjack in den frühen 1900er Jahren verboten. 1910 war es im Bundesstaat Nevada sogar gesetzlich verboten, Spiele wie Blackjack zu spielen.
1931 realisierte man bald in Nevada, dass das Verbot die Probleme nicht aufgehalten hatte und das Glücksspiel in den Untergrund abgetaucht war, was nur noch mehr Probleme mit sich brachte. Daher legalisierte Nevada im selben Jahr als Konsequenz das Glücksspiel, allerdings mit strengen Auflagen. Die Casinos von Las Vegas zogen bald Spieler aus ganz Amerika und der ganzen Welt an, und Blackjack war eines der beliebtesten Spiele.
Für den Großteil der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Blackjack einfach ein Spiel, das Spaß machte und gute Gewinnchancen bot, wenn Fortuna einem wohlgsonnen war. Allerdings geriet Blackjack in den 50er-Jahren immer mehr unter die Kontrolle der Mathematiker, die erkannten, dass die Entscheidung, ob man halten oder ziehen sollte, die Rentabilität des Spiels wesentlich beeinflussen konnte. Insbesondere Roger Baldwin ebnete den Weg in diesem Bereich mit der Veröffentlichung seines Artikels mit dem Titel "Die optimale Blackjack-Strategie". Der 10-seitige Artikel zeigte eine eingehende mathematische Analyse, die demonstrierte, wie 'korrekte' Spiele die Vorteile des Hauses reduzieren konnten. Es war dieses Ergebnis, das im Mittelpunkt der "perfekten Strategie" und die verschiedenen Blackjack-Cue-Cards, die nun auf der ganzen Welt sowohl online als auch offline verfügbar sind, steht.
Professor Edward O. Thorp trug 1962 weiter zu dem Konzept durch Änderungen der weiteren Strategie im Werk von Baldwin bei. Darüber hinaus stellte er die Idee des "Kartenzählens" vor, wobei ein Spieler erkennen sollte, ob das Deck zu seinen Gunsten oder nicht ist, indem er die bereits gespielten und durch den Geber verworfenen Karten auswendig lernt. Sein Buch 'Beat the Dealer' war so populär, dass Casinos das Spiel durch die Erhöhung der Anzahl der Decks und Karten-Mischmaschinen verändern mussten, um sicher zu gehen, dass die Spieler am Ende nicht die Oberhand gewannen.
Im restlichen 20. Jahrhunderts hat eine Reihe von Leuten versucht, das Blackjackspiel zu schlagen, und einige hatten dabei mehr Erfolg als andere. Ken Uston und sein Team gewannen in den 70er Jahren mit Hilfe von kleinen Kartenzähl-Computern, die sie entwickelt und in den Schuhen versteckt hatten, über €100,000. Obwohl das offenbar ausgekocht war, entschied das FBI, dass das Team kein Betrugsgerät verwendet hatte, da der Computer nur öffentlich verfügbare Informationen (z.B. die perfekte Strategie) beinhaltete. Aber als Uston und sein Team über die Casinos herfielen, verstärkten diese ihre Bemühungen, Spiele dieser Art auszuschließen.
Ein weiteres erfolgreiches Team wurde im Massachusetts Institute of Technology (MIT) gegründet. Die MIT Blackjack-Gruppe dort hatte erkannt, dass man Kartenzähler schnell ausfindig machen konnte, sobald das Deck zum Vorteil des Spielers war und der Spieler seinen Wetteinsatz erhöhte. Allerdings arbeitete diese Gruppe ohne das Wissen des Casinos als Team zusammen. So würde ein Spieler ständig niedrige Wetteinsätze machen und dabei aber die Karten zählen. Durch geschickte Signale konnte er die 'High-Rolling' Spieler an den Tisch rufen, um abzuräumen, wenn die Karten zum Vorteil des Teams waren. Da das Team keine Geräte verwendete, abgesehen von ihrer Verschlagenheit, konnten die Casinos nur wenig tun, um das Manöver aufzudecken, und die Gruppe erzielte in der Tat Erfolge in Millionen-Höhe. Sobald jedoch die Casinos durchschaut hatten, wie die Gruppe vorging, wurde den Mitgliedern sehr schnell von so ziemlich jedem Casino in der Welt Hausverbot erteilt.
Heute ist Blackjack nach wie vor die Hauptstütze der Casinos weltweit, und sogar die kleinsten Glücksspielbetriebe haben wahrscheinlich ein oder zwei Tische. Spieler werden schnell erkennen, dass es je nach Standort subtile Variationen im Spiel gibt. Zum Beispiel ist es in Europa nicht unüblich, eine Regel vorzufinden, nach der der Dealer bei jedem Gleichstand gewinnt. Auch in Las Vegas gibt es Unterschiede - Downtown Blackjack Regeln diktieren, dass der Geber bei Soft 17 zieht, wohingegen er laut Vegas Strip Regeln halten muss. Natürlich gibt es auch Matchplay Blackjack Regeln und sogar progressive Spiele, die nur versuchen, den Spieler auszunehmen. Unabhängig von der Spielvariante ist aber das Herz des Spiels auf der ganzen Welt gleich, und Blackjack wird weiterhin auch in Zukunft ein beliebtes Spiel sein. Online Spieler sollten sich mit unseren Artikel über Online Blackjack Regelvariationen vertraut machen.